Rezension: Wie gut ist „STRANGER THINGS 2“?

Als ich diese Website gestartet habe, hab ich euch versprochen, hin und wieder mal nichts zu meinem Roman zu schreiben, sondern auch andere Themen anzusprechen. Dabei hatte ich speziell Kritiken oder Rezensionen zu aktuellen Filmen oder Serien, im Sinne. Was bietet sich da besser an, als die neue Staffel, der Netflix-Hitserie „STRANGER THINGS“?Ich hab das Wochenende damit verbracht, alle neun Episoden zu bingen und möchte jetzt meine Gedanken dazu mit euch teilen.

„STRANGER THINGS 2“ startet ziemlich genau ein Jahr, nachdem die letzte Staffel geendet hat. Zu Halloween, 1984.Ein kurzer Rückblick: Der Mittelschüler Will Byers, verschwand eines Nachts spurlos in der Kleinstadt Hawkins. Stadtsheriff Jim Hopper, nimmt sich des Falls an und findet sich schon bald im Zentrum einer Regierungsverschwörung, die vom ortsansässigen Energieministerium ausgeht, wieder. Dort wird an einem jungen Mädchen, die nur nach der Zahl Elf benannt wurde, geforscht. Elf besitzt nämlich telepathische und telekinetische Fähigkeiten, die benutzt werden um russische KGB-Agenten, auszuspionieren. Durch einen Zwischenfall, öffnet Elf versehentlich das Tor zum „Upside Down“, einer Spiegeldimensionen unserer Welt und ermöglicht somit einem gefährlichen Wesen Zutritt dazu. Die Kinder von Hawkins nennen es Demogorgon. Somit liegt es an vier Freunden, die gemeinsam mit Elf, nach Will suchen, Hawkins vor dem Demogorgon zu beschützen. Doch auch Wills Mutter Joyce, tut alles, um ihren Sohn zu retten.

Staffel 1 von „STRANGER THINGS“, war ein echtes Meisterwerk und hat auf allen Ebenen wunderbar funktioniert. Die 80er-Jahre Atmosphäre, kombiniert mit allerhand popkulturellen Anspielungen zu jener Zeit, ist nur eines von vielen Prunkstücken der Serie. Staffel 2 setzt das genauso fort und bringt mit neuen Charakteren, interessante Dynamiken ins Spiel, was zwar nicht immer perfekt läuft, aber weitestgehend gut funktioniert.

Für manche Zuseher mag das Erzähltempo, in den früheren Episoden von Staffel 2, zwar etwas langsam daherkommen, doch das hat auch positive Seiten. Denn die Serienautoren nehmen sich genug Zeit, um zu zeigen, was die Ereignisse von Staffel 1, mit den Protagonisten gemacht haben. Und eines kann mit Sicherheit gesagt werden: keiner der Hauptcharaktere ist mehr der Selbe. Alle haben sich verändert und versuchen sich einen neuen Platz in der Welt zu suchen.

Allen voran Will, der lange Zeit auf der „Upside Down“ verbracht hat und als eine Art Wirt, des großen Bösen, dem Schattenmonster, dient. All das funktioniert nur so gut, weil Jungdarsteller Noah Schnapp, eine herausragend gute Performance liefert und von allen Jungschauspielern der Serie, am meisten hervorsticht. Auch Shootingstar Millie Bobby Brown, übertrifft sich als Elf, wieder mal selbst und führt ihren Charakter durch eine Entdeckungsreise nach sich selbst. Ohne groß zu spoilern, kann ich euch sagen, dass Episode 7, eine große Elf-Episode ist und fast schon als Pilot für eine eigenständige Serie, betrachtet werden kann.

Fazit: „STRANGER THINGS 2“ erreicht vielleicht nicht ganz das Niveau von Staffel 1 und braucht vielleicht ein Weilchen, bis die Story an Fahrt aufnimmt, doch Zuseher bekommen genau das serviert, was „STRANGER THINGS“ so großartig macht. Im Zentrum stehen die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander, was zu herzerwärmenden Momenten führt und den Zusehern genau deswegen im Gedächtnis bleibt. Um es kurz und knapp zu machen…  „STRANGER THINGS 2“ bleibt ein absolut einzigartiges Fernseherlebnis.

lg
Clemens

3 Gedanken zu „Rezension: Wie gut ist „STRANGER THINGS 2“?

  1. Sonja

    Hallo Clemens!

    Wurde heute auf deine Seite durch die aktuelle Thema-Sendung aufmerksam. Ein sehr emotionaler Bericht im TV, ich bin unglaublich berührt von deiner und eurer Stärke, ganz toll!

    Dein Romanthema interessiert mich sehr, kannst du mir bitte sagen, ob sich dein Buch auch für meine 13-jährige Tochter eignet?

    Super, dass du hier eine Rezension über die 2. Staffel Stranger Things schreibt. Mein Mann und ich haben Staffel 1 gesehen, aber schon wieder vergessen, um was es ging 😉 Somit waren wir uns unsicher, ob Staffel 2 etwas für uns ist, aber nach deinem Beitrag denke ich, wir können uns wohl daran wagen. Obwohl diese Serie noch etwas warten muss, „How to get away with murder“ verlangt noch etwas Aufmerksamkeit von uns.

    Ganz liebe Grüße aus dem südl. NÖ und viel Erfolg als Autor
    wünscht Sonja

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    1. Clemens Blaim Beitragsautor

      Hallo Sonja!
      Danke für die netten Worte 🙂 Für ein 13-jähriges Mädchen, dürfte es schon passen. Es soll ja Teenager und junge Erwachsene ansprechen.
      lg
      Clemens

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      1. Sonja

        Hallo nochmal und danke für deine Antwort!

        Super, dann können wir dein Buch gemeinsam lesen, ansonsten hätte ich es für mich allein behalten 😉 Ich bin zwar nicht mehr gaaaanz soooo jugendlich, lese aber immer noch liebend gern Jugendbücher, daher freu ich mich schon sehr auf „Unverwüstlich“.

        Schönen Abend noch
        Sonja

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